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Wieviel Smart City steckt bereits im neuen Berliner Quartier “Das neue Gartenfeld”?

Wieviel Smart City steckt bereits im neuen Berliner Quartier “Das neue Gartenfeld”?

Das Quartier “Das Neue Gartenfeld” in Berlin-Spandau wird über 10.000 Menschen Wohn- und Gewerberaum bieten. Auf einer rund 31 Hektar großen Fläche entstehen auf mehr als 40 Baufeldern über 3.700 Wohnungen, 600 Gewerbeeinheiten und umfangreiche Gemeinschaftsflächen und -einrichtungen, die eine hohe soziale, funktionale und gemeinwohlorientierte Durchmischung ermöglichen sollen.

Menschen im Mittelpunkt
Die Planungsgemeinschaft für Das Neue Gartenfeld, bestehend aus den Bauherren UTB Projektmanagement GmbH, BUWOG, Baugenossenschaft BeGeno16 eG, Wohnungsbaugenossenschaft Am Ostseeplatz eG sowie der Jula GmbH, hat bereits in der Vorplanungsphase 2018 in einem „Manifest“ die Leitlinien für die innovative und zukunftsfähige Versorgungsinfrastruktur festgelegt.

Das darin erklärte Ziel ist, ein bedarfsorientiertes, emissionsarmes und mobilitätsstarkes Stadtquartier zu entwickeln; der urbane Raum kommt den Menschen zugute, nicht dem motorisierten Individualverkehr, so werden Parkflächen konsequent am Siedlungsrand geplant. Das Neue Gartenfeld wird durch den synergetischen Ansatz, die nachhaltige Energieversorgung und die Digitalisierung den von der Bundesregierung gesetzten Klimazielen für 2040 um zehn Jahre voraus sein.

Quartier erhält ganzheitliches, innovatives Versorgungskonzept
Die Bauherren unterzeichneten einen Vertrag mit ENGIE Deutschland GmbH und GASAG Solution Plus GmbH. Das Neue daran ist, dass beide Energiedienstleister als eigenständiges „Quartierswerk Gartenfeld“ nicht nur die effiziente Energieversorgung planen, bauen und betreiben werden, sondern auch umfangreiche Versorgungsdienstleistungen für ein modernes, urbanes Leben in einer „Smart City“ erbringen.

Für das ganzheitliche Angebot investieren die Partner einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in nachhaltige Strom-, Wärme- und Kälteversorgung, Brauchwassermanagement, E-Ladelösungen, Parkplatz-Management und Sharing-Angebote.

Durch neueste Informations- und Kommunikationstechnologien wird die digitale Vernetzung des Quartiers gesteuert. Die Informationen dazu werden den Nutzerinnen und Nutzern über eine bedienungsfreundliche und interaktive Quartiers-App zur Verfügung gestellt.

Eckpunkte der Energieerzeugung und der Nutzerfreundlichkeit:

  • Mobility Hub am Quartiersrand als hochmoderne, zentrale Mobilitätsplattform, die die urbane Mobilität gänzlich anders organisiert. 50 % der Stellplätze werden mit Lademöglichkeiten versehen sein; geplant sind rund 250 Fahrzeuge für die E-Sharing-Flotte, bestehend u.a. aus Pkw, Fahrrädern und Rollern.
  • Bündelung aller Angebote über eine Quartiers-App, über die alle Nutzerinnen und Nutzer transparent und einfach Verträge einsehen und Verbräuche steuern können. Über die App werden auch Dienstleistungen, der E-Fuhrpark und Parkraum gebucht und die Menschen im Quartier können nachbarschaftlich über eigene Chatkanäle kommunizieren.
  • Dezentrale Kälteversorgung und klimafreundliche Wärmeversorgung über eine innovative Kraft-Wärme-Kopplung in Kombination mit Wärmepumpen und einer Power-To-Heat-Anlage. Vorbereitung für den Einsatz von Wasserstoff.
  • Photovoltaik-Anlagen auf allen Dächern der Wohngebäude und Lieferung von Mieterstrom.
  • Sammeln des Regenwassers in einem großen Rückhaltebecken und auf Retentionsflächen auf den Dächern; Aufbereitung zu Brauchwasser für die Grünflächenbewässerung.
  • Im Quartier verteilte Micro-Hubs zur Nutzung der E-Sharing-Flotte mit Rollern, Fahrrädern und Lastenrädern. PKWs werden zentral am Mobility Hub bereitgestellt.
  • Versorgung mit zukunftsfähigen Glasfaserkabeln, kostenloses WLAN in Teilen des Quartiers sowie LoRaWAN-Funktechnologie.

Der Bebauungsplan für das Quartier wurde 2015 aufgestellt. Zurzeit läuft die Abwägung der erneuten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Mit einer Auslegung der Ergebnisse und Beteiligung der Öffentlichkeit wird im Sommer 2022 gerechnet, die Festsetzung des Bebauungsplans wird Ende 2022 erwartet, um schnellstens mit den Hochbaumaßnahmen beginnen zu können.

Quelle: UTB Projektmanagement GmbH für „Das Neue Gartenfeld“ GmbH & Co.KG; ENGIE Deutschland GmbH; GASAG-Gruppe

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