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Was kommt nach der Blockchain? Der IOTA Coin & Tangle…

Was kommt nach der Blockchain? Der IOTA Coin & Tangle…

IOTA basiert nicht auf der herkömmlichen Blockchain-Technologie, sondern auf einer neuen Distributed-Ledger-Technologie, dem Tangle. Mit dieser Technologie möchte IOTA die Probleme der klassischen Blockchain-Technologie wie Transkationsgebühren, hoher Energieverbrauch für das Mining, den geringen Durchsatz sowie die stetig steigende Größe der Kette lösen.

(M)IOTA beziehungsweise ein Token/Coin ist eine Kryptowährung, die aktuell auf Platz 12 der digitalen Währungen im Bezug auf die Marktkapitalisierung rangiert.

IOTA selbst versteht sich als sicheres Kommunikations- und Zahlungsmedium für das Internet of Things (IoT). Dabei wird davon ausgegangen, dass die Distributed-Ledger-Technologie eine zentrale Rolle im IoT spielen wird. Die Technologie bietet einige Vorteile gegenüber den heute existierenden zentralisierten Plattformlösungen. Dazu zählen die Themen Unveränderbarkeit, Privatsphäre, Dezentralisierung und Transparenz.

Unveränderbarkeit: Alle Teilnehmer eines Distributed-Ledger-Systems fungieren als Kontrollinstanz. Werden Daten in das System eingetragen, müssen die Teilnehmer zu einem Konsens kommen. Im Anschluss werden die Daten auf allen beteiligten Nodes unabhängig abgespeichert. Damit ist eine spätere Änderung oder Fälschung schwer möglich und erfordert die Kontrolle über die Mehrheit der Knoten im Netz.

Privatsphäre: Die gesamte Technologie des Distributed-Ledger basiert auf Kryptographie. Alleine durch die Erstellung eines Private Keys kann man an dem Netzwerk teilnehmen.

Dezentralisierung: Für den Datenabgleich werden im Distributed-Ledger keine vertrauenswürdigen Institutionen mehr benötigt, denen alle Teilnehmer vertrauen. Eine solche Rolle erfüllen heute beispielsweise die klassischen Banken für die Zahlungsabwicklung zwischen zwei Personen.

Transparenz: Mithilfe der Distributed-Ledger-Technologien wird es möglich, Daten für viele Nutzer verfügbar zu machen. Für jeden ist es dann möglich, genau nachzuvollziehen, wem welche Informationen, zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt wurden.

Hinter IOTA steht heute die IOTA Foundation, die 2017 als Stiftung nach deutschem Recht gegründet wurde. Die Gründer sind Dominik Schiener, David Sønstebø, Sergey lvancheglo und Serguei Popov, die die Idee hinter IOTA und die Tangle-Architektur entwickelt haben.

 

Welche Anwendungsfälle gibt es für IOTA?

Für IOTA wird eine Vielzahl von Anwendungsfällen propagiert. Welche sich durchsetzen werden, bzw. ob sich IOTA dafür durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.

Absicherung von Lieferketten:
Global verteilte Lieferanten kämpfen zunehmend mit Transparenzschwierigkeiten. Immer wieder tauchen Fälschungen bei Zulieferteilen auf. Wenn jeder Hersteller in der Lieferkette den aktuellen Fortschritt im Tangle speichern würde, könnten alle Beteiligten jederzeit die Lieferkette überprüfen. Dadurch könnten Unternehmen sicherstellen, dass ein Teil mit der Seriennummer X zum Zeitpunkt T1 die Fabrik verlassen hat und zum Zeitpunkt T2 an einem anderen Ort von einer anderen Firma weiterverarbeitet wurde.

Sensornetze:
Schreibt jeder Sensor seine aktuellen Messwerte in den Tangle, sind sie fälschungssicher abgespeichert und Nutzer können die aktuellen Werte in Echtzeit auslesen. Darauf aufbauend ist ein Pay-per-Use-Modell denkbar: Jeder Interessent könnte per IOTA den aktuellen Kryptoschlüssel eines Sensors kaufen und dann erst dessen Sensordaten lesen.
 
E-Health:
Anstatt wie bisher die Patientendaten an verschiedenen Stellen zu verwalten und sie fehleranfällig zwischen verschiedenen Ärzten zu transferieren, könnte man die Patientendaten verschlüsselt im Tangle speichern. Ein Arzt kann nach Autorisierung durch den Patienten die Daten einsehen und neue Daten zur Patientenakte hinzufügen.

Quelle: Iteratec

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