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Konnektivität 2040: Auf dem Weg in die Smart City

Konnektivität 2040: Auf dem Weg in die Smart City

Die digitale Dynamik erzeugt immer stärker auch gesellschaftliche Dynamiken – insbesondere in Städten. Denn in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts erfüllen vernetzte Devices wichtige soziale Funktionen: Sie werden zu Alltagsbegleitern und bilden die Basis neuer Netzwerke und Konsumgewohnheiten. Breitbandige Kommunikationsinfrastruktur ist deshalb eine wichtige Lebensader für die Stadt der Zukunft. Sie ist die technische Grundlage für Vernetzung, Wachstum und Fortschritt in der Wissensgesellschaft und erschließt künftig völlig neue Anwendungsfelder. In den kommenden Jahrzehnten werden wir einen ganzen Innovationszyklus netzbasierter Dienstleistungen erleben. Durch die semantische Verknüpfung von Daten werden uns „digitale Agenten“ viele unliebsame, langwierige und komplexe Aufgaben abnehmen.

Konnektivität: Die Vernetzung der Welt schreitet voran

Wurden zu Beginn des Online-Zeitalters zunächst mühevoll unterschiedliche Computer aneinander gekoppelt, konnten mit der Entwicklung des Internet zum World Wide Web – dem ersten großen Paradigmenwechsel – einzelne Texte und Seiten miteinander vernetzt werden. Inzwischen treibt ein weiterer Paradigmenwechsel die Entwicklung massiv voran: Die Vernetzung der Menschen untereinander. Dieser Prozess findet sowohl physisch durch den Ausbau der Daten und Informationen entwickeln sich zu einem individuellen Grundbedürfnis Netze und die zunehmende Verbreitung von stationären und mobilen Endgeräten statt als auch in Form sozialer Medien des Web 2.0: angefangen bei Kollektivprojekten wie Wikipedia, über Blogs und Mikroblogs (z.B. Twitter) bis hin zu Content Communitys (YouTube) und sozialen Netzwerken wie Facebook. Auch Online-Games und virtuelle soziale Welten zählen dazu.

Das Internet wird so nicht nur immer selbstverständlicher, es wird vor allem allgegenwärtiger. In einer hypermobilen 24/7-Gesellschaft wollen immer mehr Menschen von überall und rund um die Uhr Zugang zum Internet. Zu jeder Zeit, an jedem Ort High-Speed-Zugriff auf E-Mails, Daten und Informationen zu haben wird in einer globalen Businesswelt zur Basis von Erfolg. Aber auch zum individuellen Grundbedürfnis vieler Menschen, die ohne das Gefühl, immer und überall erreichbar zu sein und den permanenten Anschluss an ihre Netzwerke zu haben, nicht mehr leben wollen.

Der Digital Gap schließt sich

Auch wenn sich die digitale Kluft dank der exponentiellen Entwicklung von Technologien und der damit einhergehenden Reduzierung ihrer Kosten stark verkleinern lässt, bleiben die Herausforderungen infolge des steigenden Bandbreitenbedarfs für Telekommunikationsunternehmen und Netzbetreiber weiterhin groß.

In Darmstadt besteht die Aufgabe der Zukunft vor allem darin, allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen den gleichberechtigten Zugang zu den Kernressourcen der Wissensgesellschaft zu ermöglichen. Durch den unverminderten Netzausbau wird das in den kommenden Jahren weitgehend gelingen. Wenn im Jahr 2040 nahezu die gesamte Bevölkerung Deutschlands online ist, wird längst auch jeder der 5,8 Millionen hessischen Bürger und 155.000 Darmstädter jederzeit und überall Zugang zum Internet haben.

Stärkere Verbreitung, höhere Akzeptanz

Mehr noch: Schon 2020 wird in Darmstadt die Mehrzahl der Haushalte mit einem 100-Megabit-Breitband-Anschluss versorgt sein. Mit einer umfassenden Netzausbauinitiative kommen Kommunikationsdienstleister wie die HSE Medianet damit rechtlichen Vorgaben der Europäischen Union und ihrer Digitalen Agenda zuvor. Darüber hinaus wird die Einführung der LTE-Technologie (Long Term Evolution) als UMTS-Nachfolger in den kommenden Jahren das mobile Internet revolutionieren. Durch den neuen Mobilfunkstandard können über Funkmasten erstmals Geschwindigkeiten erreicht werden, die zuvor nur in den eigenen vier Wänden möglich waren.

Gerade ältere Menschen zeigen sich fortschrittlicher, als lange Zeit vermutet. In den nächsten Jahren wächst die Akzeptanz von Internetanwendungen, Neuen Medien und digitalen Die Alten von morgen werden die Neuen Medien ganz selbstverständlich nutzen Services in der Generation 60plus rapide. Ihr Surfverhalten passt sich zunehmend dem allgemeinen Zeitgeist an. Die Alten von morgen werden ganz selbstverständlich mit den Medien, Geräten und Tools umgehen, die sie schon einen Großteil ihres Lebens begleitet haben. Smartphones, Apps, soziale Netzwerke, mobile Online-Anwendungen, all das wird im Jahr 2040 selbst für 80- und 90-Jährige integraler Bestandteil ihres täglichen Lebens sein.

Smart City: Die Stadt in der Cloud

Die exponentielle Steigerung der Rechenkapazität wird zusammen mit der massiven Ausweitung des Cloud Computings bis 2040 zu gänzlich neuen Nutzungsgewohnheiten und Anwendungsmöglichkeiten führen. Daten und Software werden künftig weitgehendauf fußballfeldgroße Serverparks verlagert, wie man sie auch in Darmstadt finden wird. Statt sie wie bisher lokal auf den eigenen Rechnern und Geräten zu speichern, werden Daten und Softwareanwendungen direkt von dezentralen Servern aus betrieben und sind nur über das Internet mit den Endgeräten verbunden. Nachdem zunächst vor allem geschäftliche, aber auch private Daten allumfassend in die Cloud verlagert werden, gehen künftig auch hessische Städte dazu über, nach dem Open-Data-Prinzip öffentliche Verwaltungsdaten frei zugänglich zu machen.

Quelle und mehr: Zukunftsinstitut

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