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Kommentar: “Smart Cities vs. Crypto Cities”

Kommentar: “Smart Cities vs. Crypto Cities”

“Knapp 10 Jahre laufen in Deutschland nun Förderprojekte für Smart Cities – Konzepte und – Teilanwendungen. Neben der Erkenntnistheorie aus den städtischen Projekten, dass man immer noch ganz am Anfang ist und sich eine Smart City in ihrer Umsetzung wohl etwas zu einfach vorgestellt hat, wird eine 2. Erkenntnis inzwischen mehr als deutlich:

Smart Cities und ihre theoretisch erprobten Konzepte greifen schon jetzt viel zu kurz, denn Zahlungsmittel als sog. “Smart Money” findet in keinen der Projekte bisher auch nur ansatzweise eine Berücksichtigung – dabei sind gerade die seit Jahren sich immer weiter etablierenden Cryptowährungen es, die hier in den Konzepten innoativ und technologisch fortschrittlich und zugleich als echte Nutzungsalternative in Frage kämen, um Fortschritte im Umgang mit Handel / Wirtschaften allgemein mit Zahlungsmitteln neben dem Euro zu erproben.

Von mir angefragte Interviews an die zwei größten deutschen Smart City Akteure, die Bitkom e. V. und Berlin Partner, wurden abgelehnt jeweils mit der Begründung, das Thema “Cryptowährungen”, alternative Zahlungsmittel und die Blockchain stehen nicht im Fokus bisheriger Aktivitäten und werden auch erstmal keine modellhafte Anwendung erfahren. Eine inhaltliche Positionierung zu Cryptowährungen findet man beispielsweise weder beim Berliner Senat noch bei der Bitkom e.V. – schlichtweg mangels Erfahrungswerte und theoretischem Know How.

Doch wie soll es damit weitergehen? Sollen wir weiter zusehen, wie unser altes Fiat-Finanzsystem sich seit Jahrzehnten  selbst und die Bürger inflationsbedingt weiter entwertet? Müssen wir das weiterhin akzeptieren? Nein! Es liegt mittlerweile an uns selbst, dass wir uns mit digitalen Währungen wie Cryptowährungen auseinandersetzen und diese in unseren Alltag kontinuierlich integrieren – wer immer noch glaubt, Cryptowährungen taugen nicht als Zahlungsmittel, täuscht sich gewaltig. Mittels VISA Crypto-Debitkarten sind inzwischen zahlreiche Cryptowährungen in Geschäften und im Online-Handel akzeptiert. Gesetzlich werden sie bisher nur geduldet und finden keinen Eingang in einen ordentlichen Gesetzesentwurf, der vom Bundestag abgesegnet werden könnte.

In der Ausarbeitung von Smart City Konzepten werden hier also Chancen verpasst, die disruptive Auswirkungen auf die nächsten Jahrzehnte bewirken könnten. Ohne digitale Währungen werden Effizienzen im wirtschaftlichen Handeln, im bürgerlichen Alltag sowie in ihrer Funktion als werterhaltende Zahlungsmittel ( die sogar Wertsteigerungen möglich machen!) verpasst oder kommen irgendwann viel zu spät – diesen Wettbewerb haben andere Länder und Metropolen dann längst gewonnen.

Es würde ja u. a. ab und zu reichen, wenn (politische) Entscheidungsträger ubd Smart City Akteure beispielsweise regelmäßig hier in diesen Blog reinschauen würden und die regelmäßigen News und Blogbeiträge zu Crypto Cities verfolgen und erkennen würden, dass uns andere Länder inzwischen weit voraus sind und in der finanziellen Digitalisierung abgehängt haben. Wie sollen jemals wettbewerbsrelevante Cryptobranchen als regionale oder städtische Cluster entstehen, wenn schon das wirtschaftliche und politische Umfeld nicht die Bedingungen erfüllt, die zukunftsorientierte Projekte und Branchen fördert?

Ich weiß es derzeit nicht. Dennoch helfe ich mir selbst, indem ich Cryptowährungen längst in meinen privaten Alltag integriert habe und vielfältige Expertisen in dem Bereich entwickelt habe. Dies wird dann von Vorteil sein, wenn eines Tages doch noch die Massenadaption in den Cryptomarkt eintreten wird, wenn alle anderen zu spät kommen – irgendwann im Jahr 2030.”

Euer
Dipl.-Ing. Alexander Lührs

 

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