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Honduras-Insel: Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel

Honduras-Insel: Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel

Auf der Insel Roatán des Karibikstaats Honduras ist Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel erkoren worden. Genau genommen gilt die Regelung nur in einer Sonderzone der Insel, der Stadt Próspera. Die 2020 gegründete Musterstadt verfügt wirtschaftlich und rechtlich weitgehend über Autonomie und soll nach dem Vorbild anderer derartiger Sonderzonen mittels attraktiver Steuerregelungen Investoren und Online-Unternehmen anlocken.

Mit der Ankündigung folgt die Sonderzone El Salvador, wo Bitcoin bereits im September des Vorjahrs zum gesetzlichen Zahlungsmittel wurde. Wie in dem Nachbarland, wo die Einführung zu Protesten führte, ist der Schritt auch in Honduras nicht unumstritten. So teilte die Zentralbank mit, dass man keine Garantien für Transaktionen geben könne, die mittels Kryptowährungen durchgeführt werden.

Kryptohandel steuerfrei
Die Verwaltung von Próspera dürfte sich von diesem Gegenwind kaum verunsichern lassen. In der Ankündigung wirbt sie dafür, dass internationale Firmen Bitcoin-Bonds ausgeben dürfen und sämtliche Transaktionen und der Handel mit Kryptowährungen steuerfrei seien. Próspera akzeptiere zudem, dass sämtliche sonst anfallenden Steuern und Gebühren in Bitcoin bezahlt werden. Dabei würden internationale Antigeldwäschemaßnahmen berücksichtigt.

Beim Internationalen Währungsfonds (IWF), der unter anderem für Kreditvergaben an Länder zuständig ist, wird die Flucht aus Währungen wie dem Dollar in Bitcoin besonders kritisch beäugt. Mit der Verwendung von Bitcoin seien große Risiken für die finanzielle Stabilität und Integrität, den Verbraucherschutz sowie die damit verbundenen fiskalischen Eventualverbindlichkeiten verbunden, teilte der IWF der Führung von El Salvador mit.

Präsident Nayib Bukele hält bisher trotzdem an seinem Kurs fest und kündigte im Herbst sogar eine “Bitcoin-City” an, die als Sonderzone wie Próspera organisiert sein soll und als Steuerparadies ebenfalls Krypto-Investoren anlocken soll. Unter anderem soll mittels Geothermie der Vulkan Conchagua angezapft werden, um das energieaufwendige Mining von Bitcoin zu ermöglichen.

Quelle: DerStandard.at

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