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Googles Smart City: So hätte die geplante smarte Stadt ‚Quayside‘ von Sidewalk Labs ausgesehen

Googles Smart City: So hätte die geplante smarte Stadt ‚Quayside‘ von Sidewalk Labs ausgesehen

Folgender Artikel von Google´s Blog sei euch wärmstens empfohlen – das Bildmaterial findet ihr unten über den Link von Google:

Gut drei Jahre lang hat die Google-Schwester Sidewalk Labs die Errichtung eines völlig neuen Stadtteils in Kanada geplant und dem Projekt dann doch aus finanziellen Gründen den Stecker gezogen. Nun wandert das Unternehmen hinter des als Smart City und Stadt der Zukunft konzipierten Projekts unter das Dach von Google. Weil es möglicherweise fortgeführt wird, zeigen wir euch, wie die damaligen Pläne ausgesehen haben.

Wir haben euch hier im Blog über mehrere Jahre regelmäßig über die Smart City ‚Quayside‘ auf dem Laufenden gehalten, die wohl rein flächenmäßig zu den größten Alphabet-Projekten überhaupt gehört hätte. Die Google-Schwester Sidewalk Labs plant und konzipierte gut drei Jahre gemeinsam mit Städteplanern in Toronto an der Smart City, in der viele neue Technologien getestet und etabliert werden sollten.

2020 musste man allerdings verkünden, dass das Projekt aufgrund veränderter Gegebenheiten – unter anderem durch die Pandemie – nicht sinnvoll fortgesetzt werden könne. Natürlich geht die Ankündigung nicht ins Detail, aber durch die notwendigen Einsparungen hätte man auf wichtige Kernpunkte des Projekts verzichten müssen. Mittlerweile arbeitet das Unternehmen an deutlich kleineren Infrastrukturprojekten und wird unter das Dach von Google verschoben. Zum Ende des Projekts hatte man einige Pläne veröffentlicht, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

For the last two-and-a-half years, we have been passionate about making Quayside happen — indeed, we have invested time, people, and resources in Toronto, including opening a 30-person office on the waterfront. But as unprecedented economic uncertainty has set in around the world and in the Toronto real estate market, it has become too difficult to make the 12-acre project financially viable without sacrificing core parts of the plan we had developed together with Waterfront Toronto to build a truly inclusive, sustainable community. And so, after a great deal of deliberation, we concluded that it no longer made sense to proceed with the Quayside project, and let Waterfront Toronto know yesterday.

Gut möglich, dass man ein solches Projekt eines Tages wieder aufnehmen wird. Derzeit ist Sidewalk Labs in deutlich kleinerem Rahmen unterwegs und entwickelt einzelne Infrastruktur-Projekte, die später als Komponenten für eine Smart City dienen könnten. Vermutlich war man einfach eine oder zwei Nummern zu groß gestartet und hat sogar Alphabets finanzielle Möglichkeiten zu weit ausgereizt. Unter dem Dach von Google könnte das mit kleinen Erfolgen und einem angepassten Geschäftsmodell anders aussehen.

Immer wieder zeigt sich an den Alphabet Quartalszahlen, dass die Ausgaben in astronomische Höhen schießen und längst mehr als eine Milliarde Dollar pro Quartal (!) betragen – wohlgemerkt nach Abzug der Umsätze. Es ist also der Nettoverlust. Durchaus denkbar, dass damals nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch Alphabet selbst den Stecker gezogen oder das Budget bis zu einer Verunmöglichung der Umsetzung zusammengestrichen hat. Dass die finanziellen Einschränkungen von der Stadtverwaltung ausgehen, halte ich ganz persönlich eher für unwahrscheinlich. Immerhin geht es um einen Stadtteil mit großen Zukunftsplänen. Eine Finanzkrise kommt und geht.

Sidewalk Labs gab an, aus dem Projekt viel gelernt zu haben und die angestoßenen Konzepte und Technologien in neuen Projekten einsetzen zu wollen.

Quelle: Google Blog

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