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El Salvador: Die Bitcoin-Welt von Krypto-Präsident Bukele

El Salvador: Die Bitcoin-Welt von Krypto-Präsident Bukele

  • El Salvadors Präsident Bukele sagte einmal, er kaufe manchmal Bitcoin für sein Volk, wenn er nackt im Bett liege; eigentlich belanglos, schließlich ist es heiß in der Hauptstadt San Salvador. 
  • Doch es gibt schwerwiegende Bedenken: Keiner weiß, wie die Bitcoin gelagert werden, wie sicher sie vor Cyber-Angriffen sind und wer überhaupt entscheidet, wann wieviel Bitcoin gekauft wird.

„El Salvador ist das Land der Kryptowährungen, geführt von einem Visionär, der weiß, dass Bitcoin der einzige Weg ist, seinem Volk die ultimative Freiheit zu geben,“ sagen die einen.

„El Salvador ist ein Land mit einem berüchtigten Diktator, der nur seinen eigenen Vorteil sucht und den Bürgern Bitcoin aufzwingt, obwohl sie ihn nie haben wollten,“ sagen die anderen.

Unabhängig von diesen beiden Sichtweisen für oder gegen Nayib Bukele gibt es Aspekte der Bitcoin-Historie in El Salvador, die bis heute rätselhaft sind.

Da ist beispielsweise der Bitcoin-Kauf durch den Staat. Bukele ist immer schnell dabei, auf Twitter den neuesten Erwerb weiterer Bitcoin zu verkünden. Insidern zufolge kauft er gerne „den Dip“,  ein Ausdruck, der aus dem Börsen-Chinesisch stammt – auf Deutsch: er kauft, wenn der Kurs fällt.

Nope, I was wrong, didn’t miss it.

El Salvador just bought 410 #bitcoin for only 15 million dollars

Some guys are selling really cheap ‍♂️ https://t.co/vEUEzp5UdU

— Nayib Bukele (@nayibbukele) January 21, 2022

Es wurde angenommen, dass die salvadorianische Zentralbank weitgehend für den Kauf von Bitcoin zuständig ist, so wie die Federal Reserve Bank den Dollar druckt und die physischen Goldreserven der USA lagert. Doch wie im Januar bekannt wurde, kauft Bukele angeblich selbst Bitcoin für ein ganzes Land mit 6,4 Millionen Einwohnern, und zwar mit seinem persönlichen Smartphone.

Eigenen Angaben zufolge macht Bukele solche Staatsgeschäfte auch dann, wenn er im Bett liegt.

Naked. https://t.co/9iwU6MoBgG

— Nayib Bukele (@nayibbukele) January 12, 2022

Dass all das nicht stimmt, stellte sich einige Wochen später heraus. Bukele kauft die Bitcoin keineswegs selbst, wie er gerne und oft behauptet. Die Käufe werden auch nicht von der Zentralbank und noch nicht einmal von El Salvador aus getätigt. Finanzminister Alejandro Zelaya zufolge gibt es ein Team von Finanzkorrespondenten in den USA, die diese Käufe für das Land vornehmen. Bestimmen also ein paar keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegende Finanzjongleure aus dem Ausland über die Währungsreserven einer ganzen Nation?

In einem Fernsehinterview widersprach der Minister dem Bild, das Bukele ständig kultiviert – dem eines eingefleischten Bitcoin-Fans, ständig im Dienst für sein Land, mit der Exekutivgewalt, auf einer Krypto-Börse einfach auf „Kaufen“ zu klicken und die Währungsreserven des Landes mit Bitcoin aufzustocken.
Der Minister hat sich aber auch selbst widersprochen. Monate zuvor hatte derselbe Minister behauptet, dass es ein Chivo-Team gebe – Chivo heißt die staatseigene Wallet – das eng mit dem Präsidenten zusammenarbeite, doch dass es Bukele selbst sei, der einen Kauf tätige, falls er das für richtig halte.

Das ist nicht die einzige Ungereimtheit, die mit El Salvadors Bitcoin-Historie verbunden ist; und da die Mehrheit der Salvadorianer gegen die Einführung von Bitcoin als Währung war, schiessen die wildesten Spekulationen darüber ins Kraut, was hinter den Kulissen wirklich vor sich geht. Doch auch außerhalb von El Salvador kratzen sich Skeptiker den Kopf und fragen sich, was in dem Land los ist.

Quelle und mehr: CryptoNews.net

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