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DIN SPEC 91397 veröffentlicht

DIN SPEC 91397 veröffentlicht

„Leitfaden für die Implementierung von digitalen Systemen des Quartiersmanagements“ heißt ein weiterer Baustein in der Standardisierung der Smart-City-Roadmap. Das Ende Februar veröffentlichte Dokument DIN SPEC 91397 wurde von einem Konsortium aus Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Kommunen erstellt, die auch im Smart City Forum sowie im Smart City Standards Forum zusammenarbeiten. Zahlreiche Netzwerkpartner der Smart City Berlin haben ebenfalls ihre Expertise eingebracht.

Das Smart City Forum ist das größte deutsche Netzwerk für Digitalisierung im urbanen Raum. Eine wesentliche Zielsetzung des Netzwerks: die digitale Transformation deutscher Städte und Kommunen zu begleiten und die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Kommunen hin zu Smart Cities/Smart Regions zu betrachten. Das Smart City Forum adressiert damit auch die vom Smart City Standard Forum (SCSF) initiierte Normungs-Roadmap Smart Cities.

Die Ende Februar veröffentlichte DIN SPEC 91397 richtet sich sowohl an Städte und Kommunen als auch an Lösungsanbieter und Technologiefirmen. Sie soll Planungssicherheit für technische Fragestellungen bei der Digitalisierung von Quartieren sowohl im Bestand als auch im Neubau bieten. Als Leitfaden kann sie Verantwortlichen dabei helfen, ein digitales Quartiersmanagements einzurichten beziehungsweise digitale Quartiere zu betreiben. Sie setzt somit Standards für Neu- und Bestandsbauten.

Kommunen haben in den letzten Jahren zahlreiche Strategien und Konzept erarbeitet, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Diese Strategien zielen, neben klassischen Lösungen zur Senkung des Energieverbrauchs wie Modernisierung von Erzeugern und Gebäudehülle, auch darauf ab, weitere Potenziale zur Effizienzsteigerung zu erschließen. Energiemanagement in Bereichen wie Gebäudeautomation oder Mobilität und Netzinfrastruktur sind Beispiele dafür. Quartiere bilden in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Baustein, denn in ihnen können Maßnahmen diverser Klimastudien, Konzepte und Gesetze im kleinräumlichen Maßstab umgesetzt werden – wie beispielsweise das Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Um Klimaneutralität zu erreichen, sollten die Systeme sämtlicher Infrastrukturen sowie aller beteiligten Stakeholder allerdings integriert betrachtet werden. Digitale Systeme sind dafür unabdingbar. Jedoch können die Kommunen mit der raschen Technologieentwicklung kaum Schritt halten, wenn sie nicht die dafür notwendige Unterstützung erhalten.

Die DIN SPEC 91397 zeigt als unterstützender Leitfaden die technischen Schnittstellen in zahlreichen Themenfeldern auf. Insgesamt beschreibt das Dokument sechs Anwendungsbereiche: IT-Technik, Mobilität, Energie und Gebäude, Wasser, Stadtplanung und Soziales. Darüber hinaus beandelt es Themen wie die Grundlagen des Quartiersmanagements, Zielgruppen und den Lebenszyklus eines Quartiers. Der Leitfaden geht aber auch auf Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit ein und betrachtet Rollen, Verantwortlichkeiten sowie die technische Architektur von digitalen Systemen. Die im Dokument vorgestellten Use Cases zahlen auf die Sustainable Development Goals (SDG) ein.

Mitglieder des Konsortiums:
[ui!] Urban Software Institute GmbH, WILO SE, AGFW – Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V., Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V., Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH),  Busch-Jaeger Elektro GmbH, die energiezentrale, Danfoss GmbH,  Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., GASAG Solution Plus GmbH, KEA – Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, msg systems AG, myWarm GmbH, Phoenix Contact Electronics GmbH, Ströer SE & Co. KGaA, Tegel Projekt GmbH, Urbanomy, VIVAI Software AG, Zentrum für Digitale Entwicklung GmbH

DIN SPEC 91397 als PDF zum Download (kostenlos)

Quelle: Smart City Berlin

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