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Die Blockchain-Technologie in der Immobilienwirtschaft – Massive Vorteile für einen Riesenmarkt (Exporo)

Die Blockchain-Technologie in der Immobilienwirtschaft – Massive Vorteile für einen Riesenmarkt (Exporo)

Das Wichtigste im Überblick:

  • Blockchain-Technologie vereinfacht komplexe Prozesse
  • Wertschöpfungskette könnte sich grundlegend ändern
  • Transaktionsplattform in Schweden erfolgreich getestet
  • Signifikante Senkung von Transaktionskosten
  • Regulierte Kryptowährung gibt deutschen Anlegern Sicherheit

Kaum eine Woche, in der nicht auf einer Immobilienveranstaltung über „Disruption“ infolge von Digitalisierung gesprochen wird. Ein Irrtum. Denn hinter vielen digitalen Innovationen steckt häufig nicht mehr, als alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Der Spruch “Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess”, mit dem der frühere Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dirks 2015 seinem Unmut über schlechte Digitalprojekte auf einer Wirtschaftskonferenz Luft machte, ist hinlänglich bekannt. Eine Technologie, die durchaus das Potenzial hat, tradierte Prozesse zu verändern und zwar gravierend, ist die der Blockchain. Sicherlich auch ein Schlagwort, aber eines, hinter dem mehr steckt als Hype.

Schlanker Prozess, transparente Abwicklung
Warum? Bei der Blockchain (engl. “chain” für Kette) handelt es sich um eine dezentral über viele Server organisierte Datenbank-Technologie, die Verkäufer und Käufer bei einer Transaktion direkt miteinander verknüpft, ohne einen Vermittler (sog. “Intermediär”) zwischenzuschalten. In einer Art digitalem Register wird jede Veränderung irreversible festgehalten, so dass alle in die Kette eingebunden Parteien jederzeit den Sachstand einsehen und die Historie zurückverfolgen können. Wer an einem Blockchain-gestützten Prozess teilnimmt, erhält eine Zugangssoftware, auch “Wallet” genannt. In dieser Brieftasche befinden sich zwei Schlüssel: Einer ist öffentlich und sichtbar, der andere ist privat und dient als Passwort. Findet eine Aktion innerhalb der Blockchain statt, wird sie mittels des privaten Schlüssels gekennzeichnet. Nur mit einer solchen Signatur ist eine Änderung gültig, wobei die Unterschrift nicht aus dem Klarnamen der betreffenden Partei besteht, sondern aus einem Code, der durch die Verschlüsselung des jeweiligen Schlüsselpaares entsteht. Schummeln geht also nicht.

“Daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Immobilieninvestments hierzulande per Blockchain möglich sind und aufgrund einfacher Handhabung und niedriger Transaktionskosten zum Standard werden.”

Wertschöpfungskette könnte sich ändern
Welche disruptiven Auswirkungen die Blockchain-Technologie auf die Immobilienwirtschaft haben könnte, hat die im November 2017 erschienene Deloitte-Studie Blockchain in commercial real estate: The future is here anhand der Einsatzmöglichkeiten untersucht. Dem Papier zufolge wird vor allem der gewerbliche Immobiliensektor von Umwälzungen betroffen sein, denn “Smart Contracts” (Computerprotokolle, die Verträge auf Papier überflüssig machen) hätten das Potenzial, die bestehende Wertschöpfungskette aus Kauf, Verkauf, Finanzierung, Leasing und Management grundlegend zu verändern. In der Tat: Wozu braucht es noch Banken, Makler oder Notare, wenn Immobiliengeschäfte künftig rechtsverbindlich digital abgewickelt werden können und die sich die langwierige und kostspielige Prozedur auf ein Minimum reduziert?

Quelle und mehr auf: Exporo.de

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