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Der smarte Stadtplaner

Der smarte Stadtplaner

Vector Set Trendy Logos Zum Thema Stadtplanung Cityforum Gemeinschaften Architektur Immobilien Stock Vektor Art und mehr Bilder von Abstrakt - iStockSmart Cities sind vor dem Hintergrund der weltweiten Bevölkerungsprognosen 2050 der Vereinten Nationen in aller Munde – der “smarte Stadtplaner” im öffentlichen Dienst, der die Smart City umzusetzen und damit eine immense Zukunftsverantwortung hat, ist bis heute hingegen nicht definiert. Der Versuch einer Annäherung. Beginnen wir zunächst mit der Berufsbezeichnung des klassischen Stadtplaners:

Der klassische Stadtplaner
Die mit Stadtplanung beschäftigten Fachleute werden als Stadtplaner bezeichnet. In Deutschland ist diese Berufsbezeichnung in allen deutschen Bundesländern gesetzlich geschützt und darf nur von den Fachleuten verwendet werden, die in der entsprechenden Liste der Stadtplaner- und Architektenkammern der Länder eingetragen sind. Stadtplaner arbeiten zum überwiegenden Teil in der öffentlichen Verwaltung der Kommunen und in freien Planungsbüros für Städtebau/Stadtplanung, teils aber auch in Architektur-, Landschaftsplanungs-, Ingenieur- und Verkehrsplanungsbüros, in intermediären Institutionen sowie an den einschlägigen Fachbereichen der Universitäten und Fachhochschulen. Die Stadtplanung ist eine Disziplin, die an einigen Hochschulen als eigenständiges Studienfach oder als Vertiefung in einer fachverwandten Ausbildung wie der Architektur, dem Bauingenieurwesen, der Geografie, der Raumplanung oder dem Verkehrswesen gelehrt wird.

(…)

Soweit die Definition eines Stadtplaners auf Wikipedia.de.

Der smarte Stadtplaner: Umgang mit neuen IT-Technologien
Soweit so gut. Nur: Im Rahmen der Digitalisierung und des Konzeptes der Smart Citys werden jetzt vielfach Kompetenzen eines smarten Stadtplaners verlangt, die weit über das bisher allgemein gültige Verständnis und die dazugehörige Expertise hinausgehen, was allgemein üblicher fachlicher Diskurs ist. Insbesondere die technische Bewertung der Komponenten einer Smart City verlangt ein hohes IT-Verständnis, um sich nicht potenziellen IT-Dienstleistern am Markt vollständig auszuliefern. Mag das Konzept der Smart City im theoretischen Rahmen her noch vermittelbar sein, so verlangt es in der Praxis schon bei der Auswahl der entsprechenden am Markt verfügbaren IT-Technologien ein hohes Maß an technischem Know-How. Nicht ohne Grund haben viele Beratungsgesellschaften in Deutschland den Markt für sich entdeckt und wollen sich für Kommunen entsprechend positionieren. Wer sich hier als Stadtplaner abhängig macht, findet sich im Spielball unterschiedlichster Interessen von Beratern und IT-Softwareanbietern wieder. Insbesondere bei Preisgestaltungen entsprechender IT-Softwarelösungen fällt es dem klassischen Stadtplaner schwer, Preis von Leistung zu unterscheiden. Ausschreibungen helfen hier nur bedingt weiter, denn wie sollen Vorgaben an eine IT-Softwarelösung definiert werden, wenn selbst nur unzureichende Vorstellungen darüber bestehen, auf welcher preislichen Ebene man sich bewegen sollte. Die Rolle des Stadtplaners muss zukünftig völlig neu gedacht werden.” A. Lührs

Datenschutz & Blockchain
Blockchain - Kostenlose geschäft IconsUm dem zu begegnen, müssen heute smarte Stadtplaner in ihrer Ausbildung in den Universitäten neben dem allgemein bekannten Rüstzeug elementare Grundlagen der Smart City vermittelt werden, um hier kein Generationenloch entstehen zu lassen. Nur so lassen sich heute und zukünftig unabhängige Entscheidungen bei der Wahl und Anwendung entsprechender IT-Softwarelösungen treffen. Insbesondere Blockchain-Technologien als mögliche Netzwerktechnologie der Zukunft (potenzielle Vereinbarung von Datenschutz und komplexen Rechensituationen unterschiedlicher Nutzergruppen) müssen ins Bewusstsein gebracht werden. Der Aspekt der Datensicherheit ist nicht zu unterschätzen, denn setzt man erstmal langfristig auf das falsche Pferd eines IT-Anbieters, muss auch mit einer möglichen Datenhoheit des IT-Anbieters gerechnet werden – dies widerspricht dann dem Interesse des informationellen Selbstbestimmungsrechts (Europäischen Parlamentes aus Art. 8 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention). Auch die Job Discriptions der aktuellen Jobinserate zu Smart City Mitarbeitern / Stadtplanern decken sich mit dieser Einschätzung.

Förderungen
Business, cash, management, money icon - Free downloadSpeziell im Fördermittelmanagement darf der smarte Stadtplaner nicht den Überblick von aktuell über 20 Förderungen verlieren, will er Modellprojekte (zumeist für Smart Districts, d. h. Stadtquartiere) initiieren. Nicht außer Acht lassen darf man in dem Zusammenhang die Eigeninitiativen von privaten Projektentwicklern, die ihre neu geplanten Quartiere digital ausrüsten und ihre vergleichsweise hohen Investitionskosten über die Mieten amortisieren.

PropTech Start Ups in der Immobilienbranche
Startups Icon - 800x800 PNG Download - PNGkitPropTech Start Ups sind wichtige innovative Impulsgeber auf dem Weg zu einer Smart City. Insbesondere bei der technischen Gebäudeausrüstung spielen sie unter dem Begriff “Smart Home / Smart Living” eine entscheidende Rolle: mit ihnen ist es z. B. möglich, Immobilien so auszustatten, dass Energieflüsse und -verbräuche zu unterschiedlichen Tageszeitpunkten optimal gesteuert werden (Smart Meter / Smart Grids). Auf dem Markt dominieren derzeit zwischen 300 und 400 verschiedene PropTechs – die richtigen zu identifizieren, sollte zum Grundverständnis eines smarten Stadtplaners gehören.

Mehr als ein Modebegriff
Citizen Icon - Free vector graphic on PixabaySmart City darf nicht zum Schlagwort verkommen, auf den alle aufspringen, weil es gerade “in” ist. Die Smart City muss mit Hilfe der heutigen technischen Möglichkeiten im Rahmen der Digitalisierung ein strategisches Zukunftskonzept sein, das Chancen ermöglicht, wie wir unsere städtischen Lebensräume auch nachhaltig lebenswert erhalten und entwickeln wollen. Im Zentrum stehen die Interessen des Bürgers, der eine städtische Umwelt erleben möchte, die er auch seinen Kindern noch weitergeben möchte. Der smarte Stadtplaner hat die Chance, langfristige Weichen für Entwicklungen im Sinne einer Smart City zu legen.

Intelligente energie - Kostenlose technologie IconsZusammenfassung: Smarte Stadtplaner

  • Anwendung von GIS- und CAD Programmen, Bildbearbeitung, Layoutfähigkeiten
  • Städtebau und Bauleitplanung
  • Einordnung und tiefgreifendes Verständnis Smart City
  • Einordnung Digitalisierung
  • Einordnung Blockchain / IT-Softwarelösungen
  • Einordnung PropTech Start Ups Immobilienwirtschaft
  • Effizienzlösungen im Bereich Mobilität (z. B. durch breites Angebot an Ladesäulen und Car-Sharing, E-Scooter), Energie (z. B. durch Rahmenverträge mit Energieversorgern und den zu versorgenden Quartieren, Einbindung von PropTechs via Smart Home Produkte / Smart Grids – Balance zwischen Energieerzeugung und -verbrauch), Gesundheit (z. B. durch Online-Terminabstimmungen, E-Rezepte), Umwelt (z. B. durch regelmäßige Verbrauchsmessungen von mit fossilen Brennstoffen betriebenen PKWs), Governance (z. B. Digitales Rathaus – Erledigung sämtlicher Behördengänge online von zu Hause aus)
  • Einordnung von Cryptowährungen und im Verhältnis dazu Fiatwährungen
  • Überblick über die wichtigsten Förderungen
  • Bewertung persönlicher Datenschutz von Smart City Bewohnern

Quelle Städtebauliches Massenmodell Duisburg: Wikipedia.de

2 Antworten

  1. Günter Koch sagt:

    Hallo Alex, große Gratulation, guter Artikel!

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