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CityDAO: innerhalb kürzester Zeit Millionenbetrag eingesammelt

CityDAO: innerhalb kürzester Zeit Millionenbetrag eingesammelt

Nur zwei Wochen nach seiner Gründung verzeichnete das Krypto-Projekt CityDAO über tausend Mitglieder und bereits nach wenigen Monaten hatten Investoren Gelder in Millionenhöhe investiert. Das Ziel von CityDAO ist, die Immobilienbranche auf die Blockchain zu bringen und zu demokratisieren.

Die Immobilienbranche revolutionieren – das ist das Ziel des Krypto-Projekts CityDAO. Konkret sollen Zugang und Besitz von Immobilien mithilfe von Crowdfunding demokratisiert und die Transparenz der Immobilienbranche durch eine dezentrale Organisation erhöht werden. CityDAO wurde im Juli 2021 von AirGarage-CTO und -Gründer Scott Fitsimones gestartet und erfreut sich seither großer Beliebtheit.

Nach nur wenigen Tagen über tausend Mitglieder
Anlass für das Projekt war eine Gesetzesänderung im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming: Seit dem ersten Juli 2021 gelten dort Dezentralisierte Autonome Organisationen (Decentralized Autonomous Organisations, DAOs) juristisch wie LLCs, also Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Dieser juristische Status gibt DAOs einen deutlich größeren Handlungsspielraum – so dürfen sie nun etwa Grundstücke besitzen oder bewirtschaften.

Als Fitsimones nur einen Tag nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung auf Twitter vorschlug, als demokratisierte Blockchain-Community Land in Wyoming zu kaufen, stieß dies auf viel Begeisterung bei seinen Followern. Bereits am 15. Juli hatte der Discord-Kanal von CityDAO über 1.000 Mitglieder.

Wichtige Personen der Krypto-Branche setzen auf den Erfolg von CityDAO
Ende August hatten CityDAO der Plattform Mirror zufolge rund 250.000 US-Dollar eingesammelt – doch dies war nur der Anfang: Weitere anderthalb Monate später seien es bereits 8,5 Millionen US-Dollar gewesen. Zu den rund 6.000 Investoren gehören nach Angaben der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) auch hohe Tiere in der Krypto-Branche, die auf den Erfolg des neuen Projekts setzen. So seien etwa Ether-Erfinder Vitalik Buterin und Coinbase-CEO Brian Armstrong Teil der CityDAO-Community.

Die große Beliebtheit CityDAOs bei Personen wie Buterin und Armstrong rührt laut NZZ daher, dass der Handel mit Krypto-NFTs für Krypto-Investoren sehr interessant sein könnte: Da die Transaktionsgebühren auf der Blockchain teilweise sehr hoch ausfallen, lohnen sich kleinere Käufe nicht unbedingt. Bei NFT-Käufen von Immobilien allerdings könnten große Geldsummen fließen – und hohe Transaktionsgebühren würden weniger ins Gewicht fallen.

CityDAO gehört mittlerweile zu den 50 größten DAOs überhaupt
Stand Ende März 2022 verfügt CityDAO laut Analyseplattform DeepDAO über rund 6,9 Millionen US-Dollar und gehört nach Mitgliederzahl zu den 50 größten DAOs überhaupt. Insgesamt wurden seit der Erfindung der DAO-Organisationsform im Jahr 2016 knapp 4.900 DAOs ins Leben gerufen. Die Mitglieder von CityDAO können je nach Höhe der eigenen Investition allein oder kollektiv NFTs besitzen, die für einzelne Landparzellen in Wyoming stehen. Bislang ist das Land unbebaut, alle Mitglieder werden gemeinsam darüber abstimmen, wofür es verwendet werden soll. Wie Fitsimones in einem CityDAO-Podcast erklärt, hat das Projekt allerdings momentan nicht die rechtliche Erlaubnis, mehr als eine Immobilie auf dem gekauften Land in Wyoming zu errichten – eine ganze NFT-Stadt bleibt vorerst wohl Zukunftsmusik.

Vielleicht darf CityDAO bald auch in anderen US-Staaten Land kaufen
Es ist nicht das erste Mal, dass Wyoming anderen Bundesstaaten bei der Gesetzgebung voraus ist: In den 1970er-Jahren hatte der Bundesstaat als erste Region in den USA die heute im ganzen Land verbreitete Rechtsform LLC erlaubt. Es ist also möglich, dass DAOs in Zukunft auch in anderen Teilen der USA mehr Handlungsspielraum bekommen und Projekte wie CityDAO mehr Einfluss gewinnen.

Bezüglich der Zukunft CityDAOs wird Fitsimones von der NZZ wie folgt zitiert: “Ich glaube, dass es unserer Gemeinschaft gelingen wird, etwas Positives aufzubauen. Doch auch falls wir scheitern sollten, spuren wir hier für eine Entwicklung vor, von der künftig Tausende Menschen profitieren dürften.”

Quelle: Finanzen.net

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