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Bitcoin: Das Risiko der Quantencomputer

Bitcoin: Das Risiko der Quantencomputer

Jüngste Nachrichten haben gezeigt, dass China mit seinem kürzlich angekündigten 66-Qubit-Computer im Rennen um den leistungsfähigsten Quantencomputer die Nase vorn haben könnte. Dieser Computer kann angeblich 10 Millionen Mal schneller arbeiten als der schnellste digitale Rechner. Ein Risiko für Bitcoin?

Es wird wahrscheinlich auch die bestehenden Ängste über die Sicherheit der Blockchain-Infrastruktur und die Aussicht auf „Quantenvorherrschaft“ verschärfen, bei der ein Quantengerät ein Problem lösen kann, das kein klassischer Computer in einer praktischen Zeitspanne lösen kann. Hier beschreiben wir kryptografische Methoden und ihre potenzielle Bedrohung für Bitcoin aus einer ausgewogenen Perspektive.

Kryptografische Algorithmen sind schwer zu knacken (Verschlüsselung)
Heutige kryptografische Algorithmen, wie sie für Online-Transaktionen verwendet werden, können im Wesentlichen durch wiederholtes Raten geknackt werden, aber ihre Sicherheit ergibt sich aus der äusserst unpraktischen Zeitspanne, die dafür benötigt wird. Die so genannte Brute-Force-Methode, bei der ein normaler Computer alle möglichen Schlüssel durchprobiert, bis der richtige gefunden ist, ist eine gewaltige Aufgabe. Bei der 128-Bit-Verschlüsselung gibt es zum Beispiel 340 Undezillionen (36 Nullen) Varianten.

Zum Vergleich: Ein Computer, der 1 Billion Schlüssel pro Sekunde testen könnte, bräuchte 10.79 Quintillionen Jahre, das ist das 785 Millionenfache des derzeit angenommenen Alters des Universums. Die 128-Bit-Verschlüsselung war früher der Standard, aber während der WikiLeaks-Affäre im Jahr 2013 wurde deutlich, dass Geheimdienste angeblich in der Lage waren, Varianten dieser Codes zu knacken, wenn auch auf unorthodoxe Weise. Infolgedessen gab es eine Umstellung auf 256-Bit-Verschlüsselung.

Andere unpraktische Alternativen
Es gibt bekannte Alternativen zum Brute-Force-Angriff, die die allgemeine Computersicherheit betreffen. Bei der akustischen Kryptoanalyse wird ein Computerprozessor mit einem Mikrofon abgehört. Mit dieser Methode konnten Analysten sehr hohe Verschlüsselungsniveaus umgehen. Einige 256-Bit-Verschlüsselungsstandards wie AES können derzeit innerhalb von fünf Minuten mit einer Antenne geknackt werden, die die Leistungsabgabe des verschlüsselnden Computers misst.

Diese Techniken sind jedoch nicht praktikabel, da sich die Messgeräte in unmittelbarer Nähe des Computers befinden müssen, der die Verschlüsselung vornimmt. Interessanterweise beinhalten die meisten aktuellen Hacking-Methoden das Abhören oder Abfangen der Signale, die während des Verschlüsselungsprozesses erzeugt werden. Aufgrund der verteilten Natur von Bitcoin können diese Methoden nicht angewendet werden.

Quelle und mehr: CVJ

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